Schadstoffgutachten · Holzschutzmittel

Behandeltes Holz, das Jahrzehnte ausdünstet.

Bis in die 1980er-Jahre wurden Dachstühle und Holzbauteile mit PCP, Lindan und DDT behandelt. Diese Stoffe sind langlebig und können die Raumluft belasten – wir untersuchen betroffene Hölzer und bewerten das Risiko.

Chemische Holzschutzmittel sollten Holz dauerhaft vor Pilz- und Insektenbefall schützen. Die eingesetzten Wirkstoffe – allen voran Pentachlorphenol (PCP), Lindan und DDT – sind jedoch toxisch und über Jahrzehnte nachweisbar.

Behandeltes Holz gibt die Stoffe langsam an Staub und Raumluft ab. Vor Umnutzung, Sanierung oder Rückbau klärt eine Untersuchung, ob eine Belastung vorliegt und welche Maßnahmen erforderlich sind.

Wo Holzschutzmittel typischerweise vorkommt

DachstühleSicht- und Konstruktionshölzer in Dachgeschossen und Spitzböden.
InnenausbauHolzvertäfelungen, Decken und Einbauten in Wohn- und Bürobauten.
FachwerkTragende und nichttragende Hölzer in Fachwerkkonstruktionen.
HausstaubSekundärbelastung in Staub und angrenzenden Materialien.

Warum Holzschutzmittel ein Risiko ist

  • PCP gilt als wahrscheinlich krebserzeugend und reichert sich an.
  • Lindan und DDT sind neuro- und umwelttoxisch.
  • Behandeltes Holz belastet Raumluft und Hausstaub über lange Zeit.
  • Belastete Hölzer sind häufig gefährlicher Abfall.
UntersuchungsansatzWir kombinieren Material-, Holz- und bei Bedarf Hausstaub- oder Raumluftproben, um Quelle und Ausmaß der Belastung präzise zu erfassen.

So läuft die Untersuchung ab

1

Erstgespräch

Erfassung von Baujahr, Holzbauteilen und Nutzung.

2

Begehung

Identifikation behandelter Hölzer und Verdachtsbereiche.

3

Probenahme

Holz-, Staub- und ggf. Raumluftproben.

4

Laboranalyse

Bestimmung von PCP, Lindan, DDT und weiteren Wirkstoffen.

5

Bewertung

Einordnung der Belastung und Sanierungsoptionen.

6

Gutachten

Bericht mit klarer Handlungsempfehlung.

Häufige Fragen

Holzschutzmittel: häufige Fragen

Welche Gebäude sind betroffen?
Vor allem Objekte aus der Zeit bis Ende der 1980er-Jahre mit sichtbaren oder verkleideten Holzkonstruktionen, in denen chemischer Holzschutz üblich war.
Wie wird die Belastung festgestellt?
Über Holzproben und – zur Beurteilung der Nutzerbelastung – über Hausstaub- oder Raumluftmessungen. Wir wählen das passende Verfahren je nach Fragestellung.
Muss behandeltes Holz immer entfernt werden?
Nicht in jedem Fall. Je nach Belastung kommen auch Beschichtungs- oder Abschottungsmaßnahmen infrage. Wir bewerten die Optionen objektbezogen.
Wie erfolgt die Entsorgung?
Belastete Hölzer werden je nach Einstufung als gefährlicher Abfall über zugelassene Wege entsorgt. Das definieren wir im Konzept.
Bereit für belastbare Grundlagen?

Holzschutzmittel sicher beurteilen lassen.